Dienstag, 25.09.- Samstag, 30.09.2018

So, jetzt sind wir erstmal frei flottierend unterwegs und lassen uns treiben. Der nächste feste Punkt ist ab Mitte November in Portugal ( aquinta.org ). 

Wir entscheiden uns für einen Campingplatz an der etruskischen Küste. Er ist wunderschön und super gepflegt. Direkt am Meer gelegen, mit Pool, super nettes Personal und feinstes Wetter. 

Trotzdem ist es ein absoluter Kulturschock aus der Naturidylle von Asvanara in diese geballte Konsumkultur einzutauchen. 

Für mich passt es gerade gut, weil Marcus für drei Tage in Deutschland ist und die Kinder hier mit Pool und Meer  total glücklich. 


Toscana - Asvanara

Dienstag, der 25.09.2018
Weiterreise

Für uns ist es Zeit weiterzugehen. Die letzten Wochen waren für uns emotional sehr herausfordernd und wir sind sehr gelöst, dass es nun weitergeht. 

Eine Zusammenfassung der hiesigen Erkenntnisse und Lernaufgaben schreibe ich, wenn der Raum dafür da ist. Aber Eines sei vorweg gesagt: Wir haben enorm viel über uns, über Führung und Organisation gelernt und sehr viel Klarheit darüber gewonnen, was uns wichtig ist. 



Mittwoch, der 12.-19.09.

Eigentlich sollte ich diese Woche in Deutschland sein, durch den Streik bei Ryanair wird mein Flug gecancelt. Trotzdem fahren wir nach Bologna, um Marcus Mutter vom Zug abzuholen. Bei der Gelegenheit schauen wir uns Bologna an und entdecken, dass Bologna auch einen sehr schiefen Turm hat, der aber sehr wenig Beachtung findet im Gegensatz zu dem in Pisa. Spontan fahren wir mit Oma im Gepäck ans Meer nach Cesenatico. 

♥️

Mitte September 
Hanf-Ernte

Der Hanf blüht und kann geerntet werden. In Italien ist es legalisiert, Hanf anzubauen und zu verkaufen, dessen THC-Wert < 0,2 ist. Der Hanf wird hier zu medizinischen Zwecken angebaut. 

Das Feld liegt oberhalb des Hofes. Es ist wunderschön dort oben. Man hat beim Ernten einen fantastischen Ausblick. 

♥️

Donnerstag , der 06.09.2018
La Bella Vita

Wir lernen dort Daniela kennen - eine Mutter mit zwei Töchtern, die sich vor 15 Jahren in einen Ort hier in der Nähe verliebt hat und seitdem immer Wiederverkörperung. Seit einem Jahr lebt sie mit ihren zwei jüngeren Töchtern in Anghniari, die dort zur Schule gehen, während ihr Mann mit den beiden älteren Kindern in Deutschland lebt.

Sie läd uns ein auf das Landgut von Willo, einem deutschen Schauspieler, der dort in Abgeschiedenheit lebt. Sie empfangen uns  großzügig mit wundervollen Speisen in riesigen Pfannen. 


Mittwoch, 05.09.2018
Kletterpark bei Bagno di Romangna
„Parco Avventura“

Super toller Kletterpark. Sogar Romy darf schon richtig klettern. Alle Kinder haben einen riesigen Spaß. Matheo klettert mit unglaublicher Begeisterung überall hin. Sogar auf den Skychallenger. Ein Kletterparcours in 25 m Höhe. Das will ich mir auch mal anschauen. 

Und alleine der Weg senkrecht am Baum hoch ist eine enorme Herausforderung. Bloß nicht runtergucken 😌
Mir schlottern die Knie und gleichzeitig merke ich wie mich diese Herausforderung reizt. Ich frage mich die ganze Zeit, wie Matheo so mutig sein konnte. 

Lennard geht es gemächlich an - in seinem Tempo und geht dahin, wo er sich sicher fühlt auch auf verschiedene sehr herausfordernde Parcours. 


Dienstag, 04.09.2018

Meine Geschenke aus dem Leadership-Camp. 
Für mich ist im Wesentlichen nochmal klar geworden, dass es nicht nur mein Wunsch, sondern ein Teil meiner Bestimmung ist, einen Ort zu schaffen, an dem die Menschen wieder ihr wahres Selbst entdecken dürfen und das, wozu sie eigentlich auf dieser Welt sind. Wir haben uns eine Welt geschaffen, in der Viele von uns  mehr funktionieren als leben. 

Wie oft sind wir am Ende des Tages oder am Ende der Woche so k.o., dass wir uns nur noch nach ausruhen sehnen oder die Dinge zu tun, die wir wirklich lieben. Für mich wird immer klarer, dass wir eigentlich auf der Erde sind, um das Leben zu genießen und voller Freude unsere Talente zu leben.

Du kennst bestimmt diese Gasflammenlampen beim Camping, deren Flammen man regulieren kann? Dazu kommt mir ein Bild vor Augen. 

Jede(r) von uns trägt eine solche Flamme in sich. Bei manchen Menschen sind die Flammen deutlich sichtbar und spürbar. Das sind die Menschen, in deren Nähe ich mich  pudelwohl fühle und bei denen klar ist, dass sie ihr Leben von Innen geführt leben. Und es gibt auch Diejenigen, in denen die Flamme zu ersticken droht oder das innere Feuer sogar erloschen ist. Dazwischen gibt es tausende von verschieden stark leuchtenden Flammen. 

Mir ist nochmal klarer geworden, dass es meine Leidenschaft ist, die Menschen, die es wollen, dabei zu unterstützen ihre Flamme wieder richtig zum Leuchten zu bringen- natürlich auch meine Eigene. Und ich bin sooo dankbar, dass meine Flamme zunehmend heller leuchtet und mein Weg dadurch immer klarer sichtbar wird - während ich ein Großteil meines Lebens im Dunklen getappt habe. 

Ich freue mich auf diesen Ort, an dem das gelebt wird und an dem wir leben werden. Zusammen mit anderen Familien und auch einzelnen Personen oder Paaren. Für mein momentanes Gefühl sind es 4 - 5 Parteien, die unterschiedliche Aufgaben an diesem Ort übernehmen. 

Ich bin schon gespannt, wo das sein wird - das ist bis jetzt noch nicht klar. Aber klar ist, dass wir es nicht alleine machen werden. Zum Einen sehen wir hier vor Ort, was es bedeutet so einen Ort zu halten und zu pflegen, zum Anderen macht es große Freude mit offenherzigen und bewussten Menschen das Leben zu teilen. 

Wir dürfen hier sehr viel über unsere Stärken und Schwächen lernen - unsere Leidenschaft und ungeliebte Aufgabenbereiche. Dazu mehr an einem anderen Tag. 

♥️

Montag, 3.9.2018 und Dienstag, 4.9.2018

Mein Bruder Thomas fährt mit Lennard nach Rom und zeigt ihm diverse Sehenswürdigkeiten. Angefangen beim Trevibrunnen, spanische Treppe, das älteste Café Roms, Piazza Navona, Schweizergarde Petersdom Vatikanstadt, Tafel aller bisherigen Päpste Petersdom Rom, Mosaikboden Petersdom, Thron von Julius Cäsar, Engelsburg, Legoladen Via Condotti Rom, Tiber, Ferrari-Shop Via Condotti u.v.A.m.

♥️

Freitag, der 31.08.2018

Falk und Greta reisen ganz früh am Morgen ab. Ihr ward sooooo eine riesengroße Bereicherung für das Team. Wir vermissen euch. 😍
Danke für euren unglaublich süßen Abschiedsbrief. Er hat unser Herz sehr erwärmt. Wir freuen uns riesig auf ein Wiedersehen und Wiederknuddeln 😘

♥️
Donnerstag, der 30.8.2018
Wanderung auf dem Pilgerweg von Franz von Assisi nach La Verna während des Leadership-Camps. Genusspause. 

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Sonntag, der 26.08.2018

Marcus braucht Auslauf 😂 und lässt sich von seinem Buddy und Fitnessexperten Falk ein wenig beschleunigen. Und die beiden kommen überglücklich von La Verna wieder.

♥️
26.08.-01.09.2018
Leadership Camp

Das ist mein zu Hause für eine Woche 😁
Göttlich 

Während ich tiefer meinem inneren und äußeren Leadership begegne, erfahre und von den Pferden gespiegelt werde, unternimmt Marcus mit meiner Mutter und den Kids Ausflüge...

Ich bin sooooo dankbar 🙏🏻 

♥️

Freitag, der 24.08.2018

Die Kinder sind schon ganz aufgeregt, weil Oma heute anreist. Ansonsten ist heute ein Tag, an dem einfach einige Dinge erledigt werden. 

Zwischendurch treffen wir uns noch mit zwei Familien am Wasserfall und sind total geschockt. Durch das Unwetter vor 2 Tagen ist der Wasserfall zu einem einzigen Schlammbad geworden. Wir beschließen wieder zum Hof zu fahren, wo die Kinder bis zum Mittagessen noch ein Weilchen zusammen spielen.

Nachmittags gebe ich wieder eine Art Meditation und bin von Glück erfüllt. Ich freue mich so sehr diesen Raum hier öffnen zu dürfen. 

Pünktlich zum Pizzaabend kommen Oma und Andrea  an. Sie sind zusammen aus Bonn angereist, weil Andrea sehr ortskundig ist und die Anreise hierher durchaus herausfordernd. Andrea kommt schon zum SHE Leadership Retreat. Sie ist „ Assistentin“ von Ariane. Ich darf am Leadership Camp teilnehmen. Meine Mutter hat in der Zeit die Kinder im Blick und wahrscheinlich oft in den Armen. Die Kinder rennen Oma vor Freude fast um, als sie sie sehen. 

Matheo darf heute bei Oma schlafen und danach Lennard und dann Romy... 😍 Was hätte ich mir so eine herzliche Beziehung zu meiner Oma gewünscht. So schön zu sehen wie intensiv die Beziehung unserer Kinder zu ihren Großeltern ist. 

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♥️
Mittwoch, der 22.08.2018

Heute ist Kunkels-Tag bei uns. Wir haben frei und treffen uns mit unseren Freunden in Torre di Lago am Meer, in der Nähe von Pisa. Dort gibt es neben den hier oft überfüllten Bagnos ( das sind Strandabschnitte mit unendlich vielen Liegen, Sonnenschirmen, Duschen, Umkleiden und Kabinen ) einen „wilden“ Strand.

 Wir rüsten uns mit Allem, was das Lengfeld‘ sche Herz begehrt und fahren in Richtung Meer. Unterwegs Funken wir noch mit den Kunkels und fallen uns auf dem Parkplatz glücklich in die Arme. 

Schwer bepackt schleichen wir durch den glühend heißen Sand zum Meer, wo wir uns inmitten vieler Anderer Urlauber niederlassen und unser Lager aufbauen. Wir sind etwas enttäuscht von den vielen Algen im Wasser und dem gefühlt 30 Grad warmen Wasser, was kaum für Abkühlung sorgt.

Nun ja, die Jungs haben unglaublich viel Spaß zusammen, während die Mädels sich lieber am Strand aufhalten und wir freuen uns einfach darüber zusammen zu sein. 


Plötzlich brauen sich enorm dunkle Wolken in der Fernsicht auf die Alpen zusammen und es beginnt zu Grummeln. Ganz bald zeigen sich auch sehr klare lange Blitze am Himmel. Nach unserer Gewitter-Erfahrung vor 2 Wochen  in den Bergen, kommt bei den Kindern etwas Unruhe auf. Da wir ohnehin die Idee hatten, noch nach Pisa zu fahren, um den schiefen Turm mal live zu sehen,  nehmen wir dies zum Anlass, unsere sieben Sachen zu packen und in Richtung Auto aufzubrechen. 

Klebrig und voller Algen, freuen wir uns über den beginnenden Regen und fahren in Richtung Pisa. 

Die Campanile des Doms (Glockenturm) ist 55 Meter hoch. Der Bau wurde im Jahr 1173 begonnen. Schon nach einigen Metern Aufbau  bemerkte man, dass sich der Turm zu neigen begann. Der Untergrund aus Lehm gab an einer Seite deutlich mehr nach. 

Lange Zeit unterbrach man den Bau, der Schiefe Turm wurde erst 1372 fertiggestellt. Über Jahrhundert befüchtete man, dass der Schiefe Turm irgendwann einstürzt. Erst vor einigen Jahren richtete man ihn mit hohem technischen Aufwand wieder etwas auf. Nun ist der Turm um etwa 4 Grad geneigt. Sehr beeindruckend, wie deutlich man die Neigung wahrnimmt, wenn man direkt davor steht. 

Abends gehen wir noch zusammen essen und dann trennen sich unsere Wege wieder. Fröhlich stellen wir fest, dass zumindest Viola und ich uns im September schon wieder sehen. 

♥️

Montag, der 20.08.2018

Das Schreiben des Blogs ist  etwas ins Stocken geraten, da ich mein Handy mit nach Deutschland geben musste, um den Partner-Vertrag mit Marcus zu aktivieren. Das Aktivieren hat in Deutschland nicht funktioniert, weil diverse Themen zwischen den Anbietern wegen der Rufnummernmitnahme geklärt werden mussten. Liebenswerterweise hat eine Freundin mein Handy mit nach Deutschland genommen, es dort aktiviert und jetzt ist das Handy seit einer Woche per DHL-Paket unterwegs von Deutschland nach Italien. Es ist nun bereits die dritte Woche ohne Handy für mich und ich darf fühlen, wie es ist, ohne Handy zu sein. 

Hier auf dem Hof geht ein Großteil der Kommunikation über Handies, weil die Wege so weit sind und man selten mal Jemand per Zufall über den Weg läuft, mit dem man gerade etwas klären will. 

Sehr interessant was da für Gefühle hochkommen. Abhängig davon zu sein, dass Marcus mir wichtige Informationen weitergibt, wenn er dann in meiner Nähe ist. Und ihn immer nach seinem Handy fragen zu müssen, wenn ich es brauche. Uiuiuiuiui, da ist was los in mir. Not easy. 

Heute habe ich den 8.8. nachgetragen, weil es ein sehr besonderer Tag für uns war, an dem wir lernen durften wie tief wir miteinander verbunden sind. Gerade in Gefahrensituationen zeigt sich das sehr klar. 

❤️


Sonntag, der 19.08.2018

Heute sind wieder neue Gäste angereist und es geht ein neuer Kurs los. Es ist ein Sattelkurs nach Horsemanship- Art. Edwin war bis vor ca. 10 Jahren der persönliche Assistent von Pat Parelli im natural Horsemanship. Das gibt Edwin in seinen Kursen weiter. 
Edwin ist sozusagen ein Pferdeflüsterer. 

Als Pferdeflüsterer bezeichnet man Menschen, die besonders gut mit Pferden umgehen können und dazu spezielle Methoden der Kommunikation verwenden. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, das Verhalten und die Körpersprache von Pferden zu verstehen.“

Horsemanship bedeutet wörtlich übersetzt: Pferde-Menschen-Kunst. Es ist eigentlich die Übersetzung für den fairen Umgang zwischen Mensch und Pferd und beschreibt eine innere Haltung dem Pferd gegenüber. Nämlich der pferdefreundliche, respektvolle und kenntnisreiche Umgang mit dem Pferd. Es geht um gegenseitiges Vertrauen und Respekt.

❤️

Freitag, der 17.08.2018

Beim letzten Pow Wow ( unserem Teamtreffen, in dem Jede(r) seinen aktuellen inneren Wetterbericht teilen kann), haben wir im Team beschlossen, wie schön es wäre, wenn Jede von uns etwas mit dem Team teilt, wovon Alle profitieren können. 

Seitdem gibt Steffi jeden Mittwochabend Klangschalenmeditationen und ich hatte heute  meiner erste Malmeditation. Matheo und Susan - eine Gästin - haben mir beim Herrichten des Raumes geholfen.

Mittwoch, der 15. August 

Ferragosto/Maria Himmelfahrt 


Ein hoch heiliger Tag in Italien. Heute haben alle Italiener außer die Gastronomen frei. Seit Anfang der Woche haben alle Fabriken und Firmen in Italien für 2 Wochen geschlossen. Die Italiener fahren ans Meer oder in die Berge. 


Wir haben heute unabhängig vom Feiertag frei und fahren morgens runter zu einer Bar im Ortskern von Pieve Santo Stefano. Dort bestellen wir 

5 Croissants. Leider ist bereits Alles ausverkauft. Kurzer Hand überlässt die Besitzerin ihre Bar den Gästen, schwingt sich auf‘s Fahrrad und kommt 10 min später mit 5 verschiedenen Gebäckteilen zurück. 


Undenkbar in Deutschland, oder? Benvenuto bella Italia. Da hier Niemand Englisch oder Deutsch spricht, bemühen wir uns mit Fragmenten unseres italienischen Wortschatzes, Händen und Füßen das Auszudrücken, was wir wünschen. Was Ab und An Überraschungen aufwirft. 


Nach dem Frühstückssnack gehen wir noch in die Kirche von Pieve. Glücklicherweise ist gerade Niemand darin, so dass ich das heilige Mantra „Om Namo...“ chante. Es geht mir durch Mark und Bein. Was für eine Kraft die Stimme durch diese heiligen Räume erhält, beeindruckt mich. Ich erinnere mich an alte Zeiten im Kinder-, Jugend- und Kirchenchor. Das Singen berührt meine Seele und öffnet mein Herz. 


Beseelt fahren wir gut gespeist zur Quelle des Tibers, die ca. 10 km von uns entfernt in einer Höhe von 1.400m auf dem Monte Fumaiolo zu finden ist. Zur Zeit gibt es hier fast täglich Gewitter und Regen, was die Landwirte und auch uns sehr freut. Jeden Tag Sonnenschein und Hitze macht auf Dauer ganz schön müde. 


Auf dem Weg nach oben verdichten sich Nebel und Regen. Oben angekommen bin ich die Einzige, die Lust auf einen Regenspaziergang zur Quelle hat. Die kleine Wanderung bei frischer Bergluft tut super gut. Ich spüre in den umliegenden Wald hinein, komme zur Ruhe, trinke ein paar Schlücke des Quellwassers und genieße es dort ganz alleine zu sein. Ein wunderbarer Ort voller kraftvoller alter Bäume um mich rum.


Wieder zurück bei meiner Familie halten wir auf dem Rückweg an einer kleinen Bar in Balze, die mir schon auf dem Hinweg ins Auge gefallen ist. Dort werden wir super nett empfangen. Es ist so schön wie freundlich und liebevoll die Italiener uns vieler Orts empfangen. 


Die Spezialität des Hauses sind 3erlei Tortelli (große gefüllte Teigtaschen) mit Käse, Spinat und Birne.

Die Kinder nehmen Piadina. Piadina ist ein dünnes italienisches Fladenbrot, das auf einer Platte erwärmt wird. Die Kids wählen dazu Käse und Mortadella. Danach trinken wir zum hausgemachten Birnenkuchen einen (nachmittags in Italien verpöhnten) Cappuccino. Die Kinder bekommen leckeren Milchschaum mit Kakaopulver. Hmmmm.. Schleckolino....


 Die Kinder dürfen während unseres Schläfchens endlich mal wieder IPad spielen und sind danach etwas aus dem Gleichgewicht, was unsere Nerven unnötig strapaziert. 


Deshalb beschließen wir noch auf einen Abendspaziergang zu gehen. Auch möchten wir das Gelände mehr kennenlernen. Mit Ariane bin ich kürzlich auf einen wunderschönen Aussichtspunkt oberhalb des Hofes gelaufen. Dieser Ort hat etwas sehr kraftvolles, was ich gerne mit meiner Familie teilen möchte. Auch sie sind begeistert. 


Dort oben könnte ein Meditationsraum entstehen. 



❤️

Mittwoch, der 08.08.2018
Heute steigen wir frohen Mutes ins Auto ein, um auf den Berg La Verna zu fahren. Fröhlich wandern wir mit unseren Freunden bei strahlend blauem Himmel los in Richtung AsvaNara. 

Wir kommen bald an dem Punkt vorbei, wo Marcus mit den Männern des Authentic Man Retreats im Freien gecampt hat. ( Siehe Foto Wiese)

Kurze Zeit später begegnen wir Ariane mit ihren Freunden und den 2Hunden Tasmir und Luce. Wir nehmen die Hunde mit zurück nach AsvaNara, was die Lauffreude unserer Kinder deutlich erhöht. 

Ungefähr eine Stunde der Strecke haben wir bereits hinter uns gelegt, als die ersten Tropfen vom Himmel fallen. Wir freuen uns über diese Erfrischung. Wenig später hören wir das erste Grummeln. 

Plötzlich fahren Blitze und Donner uns durch Mark und Bein. Es schüttet wie aus Eimern... innerhalb kürzester Zeit gibt es keine trockene Stelle mehr an unseren Körpern. 

Auch wir Erwachsenen spüren unsere Ängste, bleiben aber in unserer Ruhe und dürfen viel über uns lernen wie wir uns in Gefahrensituationen verhalten. Die Kinder zeigen uns in diesem Moment, wie wichtig wir als Halt und Sicherheit für sie sind. 

Unsere Schrittgeschwindigkeit erhöht sich deutlich. Durchgefroren sehnen wir uns sehr danach endlich anzukommen. Die Hunde begleiten uns auf Schritt und Tritt und zeigen uns den Weg. In AsvaNara angekommen gehen wir Eine(r) nach dem Anderen erstmal unter die warme Dusche. 
Wir kommen bald an dem Punkt vorbei, wo Marcus mit den Männern des Authentic Man Retreats im Freien gecampt hat. ( Siehe Foto Wiese)

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❤️


Samstag, der 04.08.2018

Heute ist An- und Abreisetag. Bettenwechsel. Samstags ist immer viel zu tun. Auch das Mittagessen wird heute vom Team gezaubert. Einige bleiben spontan noch länger, weil es sich grad so gut anfühlt und ich freue mich so sehr über jede Einzelne, die bleibt 😘😍

♥️
Freitag, der 03.08.2018
Heute ist der letzte Tag des SHE Leaderships und ich kann in den Augen der Frauen lesen, dass sie um Einiges leichter geworden sind. Viele durfte gehen... Blockaden, alte Glaubenssätze und Alles was für ein glücklicheres Leben nicht mehr gebraucht wird. Das Strahlen in den Augen und Herzen der Frauen spricht auch von viel Gutem und Neuem. 

Abends gibt es Pizza! Ein Hoch auf das fantastische Küchenteam 👍🏻

Und Opa GÖTZ hat heute Geburtstag 🎈 Ein Hoch auf Dich. 😘

♥️
Donnerstag, der 02.08.2018
2. Hochzeitstag. Damals haben wir einfach das ganze Wochenende durchgefeiert. Sicher erinnern sich Einige noch an das schöne Wochenende 😘 

Heute ist La Verna -Tag im Leadership Camp. Marcus geht in die Kitchen-Preparation und darf Agata zuarbeiten und Einiges über Vollwertkost nach Brucker lernen. Agata und ich bringen das Picknick mit dem Auto zum Berg hoch, während die geliebten SHE-Leaders hochwandern. 

♥️

Mittwoch , der 01.08.2018

🌹Hochzeitstag 🌹 Glücklicherweise erinnert uns meine sehr geschätzte Schwiegermutter jedes Jahr daran. Da wir inzwischen Tag und Zeit verloren haben, ein sehr willkommener Morgengruss. ♥️

Auch mein Vater erinnert sich gerne an die wunderschöne Hochzeit vor 10 Jahren zurück. Mit dem kleinen Beigeschmack, dass der Alterungsprozess innerhalb der 10 Jahre in Kombination mit drei Kindern nicht zu übersehen ist... Beweisfotos wurden direkt mitgeliefert 😂

Morgens erledigen wir noch unsere ToDos und fahren mittags auf dem Weg zum Castello dei Sorci noch am Großhandel für Reiterbedarf vorbei, um Citronello-Spray gegen die Fliegen zu kaufen, da die Pferde sehr umschwärmt davon sind. 

Das Castello dei Sorci ist ein herrlich weiter Ort mit historischem Charakter und bekannt für seine Steinofenpizza. Wir schlagen am Mittag dort auf und lernen mit Händen und Füssen, dass es nur abends Pizza gibt. Nun dann... Pasta mögen wir auch. Da wir kaum etwas von dem verstehen, was uns angeboten wird, nehmen wir einfach ALLES. Während wir auf die bestellten Köstlichkeiten warten, spielen die Kinder auf dem beiliegenden Spielplatz. Zeit zu Zweit 👍🏻

 Jede(r) von uns findet etwas, was ihm schmeckt. Besonders hoch loben wir den cheesecake frutti rossi ( oder so ähnlich) und das Tartufo al limone. Für nächste Woche haben wir schon einen Tisch dort reserviert, um die Pizza zu genießen.

Nach dem Essen schauen wir uns noch den anderen Teil des Castellos an und große Euphorie und wilde Geschichten rund um das alte Anwesen entstehen in der Phantasie unserer Kinder. 

♥️

Dienstag, der 31.07.2018
Immer Dienstags wird das Obst und Gemüse vom Bauern nach Pieve, dem 10 min entfernten Ort, geliefert. Das Auto kommt voll beladen zurück. 
Montag, der 30.07.2018
Heute war Küchengrosseinkaufstag. Neben enormen Mengen an Obst und Gemüse vom Bauern, bedarf es pro Woche zusätzlich an 3 prall gefüllten Einkaufswagen.  Das erledigen Marcus und Matheo an der Seite der Küchenchefin. Nachmittags lockt wieder der Wasserfall.
 
♥️
Sonntag, der 29.07.2018
Umzug und Checkin des SHE Leadership Camps.

Wir verändern unseren Standplatz. Bisher standen wir oben an der Rezeption am Durchgangsweg der Wanderer nach La Verna. La Verna ist der Berg auf dem der heilige Franz von Assisi seine letzten Lebensjahre verbrachte. Er lebte dort im Einklang mit der Natur und den Tieren. Es war ein schön schattiger Platz, aber recht „öffentlich“. Ab und an kommen hier Pilgerer und vereinzelt Autos vorbei. Nun verlagern wir unseren Standort hinter den Parkplatz. 

Auf den ersten Blick sieht das Gelände gerade aus. Edwin mäht mit dem Trecker unser neues ZuHause und bahnt uns sogar einen Weg, damit wir auf kurzem Wege ins nahe gelegene Haus (Rezeption) kommen, um dort Toilette und Dusche zu nutzen. Der Trecker zieht den Wohnwagen durch das 4-Wheel-Drive Gelände. Nahe der Bäume gefällt uns der Platz. Nun heißt es noch gerade ausrichten, was sich als ein etwas größeres Projekt erweist, da das Gelände abschüssiger ist als wir es auf den ersten Blick ungefähr erahnen konnten. Zu allem Überfluss bricht uns noch das Gewinde der Kurbel ab, so dass wir den Trecker bemühen müssen, den Wohnwagen zu liften, damit wir Bretter und Klötze unter die Stützen und Räder schieben können. Die zusätzliche 4-fache Manneskraft bringt den Wohnwagen letztendlich in eine super Lage. Die Wasserwage gibt ihr ok. 👌 

Dort haben wir eine sehr nette private Ecke, schauen vom „Schlafzimmer“ aus ins weite Tal und in die Berge. Sitzen wir im Vorzelt, genießen wir dort den Ausblick auf das Bambusfeld und grün grün grün.

Während ich nachmittags die wundervollen mir sehr vertrauen SHE Leader voller Freude in Empfang nehme, das Gepäck zu den Tipis fahre und in Alles einweise, fährt Marcus mit einigen anderen vom Hof zum Wasserfall, wo Romy mal wieder in tiefen Schlaf fällt. Abends gibt es sogar noch eine kleine Reitrunde. 😍🐴

♥️

Samstag, der 28.07.2018

Yeah, it‘s My Birthday today. Die Mondfinsternis war ein wunderschöner Einstieg in meinen Geburtstag. Morgen empfängt Agata mich mit einer Herzentorte und mein Herz spürt über vor Freude über diese liebevolle Gabe. Tagsüber arbeiten wir uns so langsam mehr und mehr ein. Nachmittags essen wir ein Eis in Sansepolcro und kaufen für das Geburtstagsdinner ein. Es ist so schön. Alle zur Zeit auf dem Hof Anwesenden wundervollen Menschen und Tiere kommen zum Abenessen zusammen. 

Marcus kocht für mich 😍 bzw. uns asiatisch. Das gibt es hier auf dem Hof sehr selten und ist eine schöne Abwechslung für die Workaways. Die Zutaten stellen eine große Herausforderung dar. So etwas wie Zitronengras und frischen Koriander gibt es weder im Supermarkt noch gibt es einen Asiashop. Sansepolcro ist von der Größe vergleichbar mit Bad Godesberg. 

Nun gut, das stellt meinen Lieblingskoch kurzzeitig vor eine Herausforderung. Aber nach kurzen Stresshormonausschüttungen, die deutlich in seinen Augen lesbar sind, ändert er den Plan ab und gleitet wieder in eine Entspannung. Auch die Me gen für 25 Personen abzuschätzen ist gefühlt eher eine Wagnis als eine Sicherheit, dass Alle satt werden. Ich kümmere mich um die Getränke. Es gibt Crodino und Fruchtbowle. 

Eine riesengroße Ehre ist es für mich, drei sehr geliebte Frauen zusätzlich Abends noch empfangen zu dürfen. Jule, Andrea und Ariane sind heute meine Special guests. Musik sorgt später für ausgelassene und entspannte Stimmung. Die Workaways machen das Kitchen-Cleanup. Soooooo ein schönes Geschenk. 

Ich sitze noch lange mit Jule bei wunderschöner Donna Divina Musik und genieße die Fülle und das Glück. 

♥️


Freitag, der 27.7.2018

Heute übernehmen wir unsere ersten Aufgaben. Ich (Sabine) übernehme die Gäste, heißt Check-in, Abrechnung, Einweisen, Umsorgen und Check-out. Marcus ist rund um die Küche aktiv und wünscht sich von Agata zu lernen. Er ist für alle Erledigungen im Ort zuständig und dafür, dass Agata Alles hat, was sie zum Kochen benötigt. 

Elena bleibt glücklicherweise auch bis zum Ende der Saison, so dass sie weiterhin die Volunteers betreut und als zentrale Ansprechpartnerin für Edwin da ist. 
Auch die Kinder sind schon voll dabei und helfen beim Putzen und Spinnweben entfernen. 👍🏻


Donnerstag, der 26.07.2018
Nach dem Frühstück erkunden wir erstmal die Gegend. 
Ein Wasserfall in der Nähe sorgt für Abkühlung. Das Wasser ist so kalt, dass Einem der Atem stocken bleibt. Im Laufe des Tages besprechen wir mit Elena, welche Aufgaben wir übernehmen. 
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Wir haben uns entschieden erstmal im Wohnwagen zu bleiben. Zum Einen fühlen wir uns darin pudelwohl und zum Anderen ist es gefühlt doch eher wie zwei „Zimmer“. Never Touch a running system. 😊

♥️
Mittwoch, der 24.07.2018
🌺🐴 Angekommen 🐴 🌺
🌺 🐴 Angekommen 🐴 🌺

Angekommen in der Toscana. Nach einer sehr entspannten Anreise lassen wir auf der Hälfte des Berges den Wohnwagen am Rand stehen. Diverse Menschen haben bereits versucht mit dem Wohnwagen ohne 4-Radantrieb hochzukommen und sind gescheitert. Das können wir uns sparen. Edwin zieht uns später mit dem Trecker hoch. 

Wir koppeln also ab und fahren mit unserem inzwischen sehr lieb gewonnenen Bus den Berg weiter hoch und lassen ihn am Eingang des Geländes auf dem Parkplatz stehen. Zu Fuß geht es weiter über den weißen Schotterweg bis wir in der Ferne auf dem Hügel die Pferdeherde entdecken. 

Edwin gibt gerade einen Pferdekurs und wir begegnen als erstes einer israelischen Familie mit 3 Töchtern, die sich offensichtlich in einer sehr ähnlichen Situation befinden wie wir. Es ist totale Sympathie da. Romy und das älteste der drei Mädchen sind sofort auf einer Wellenlänge und tauchen gemeinsam ohne sich über die Sprache verständigen zu können in die Pferdewelt ein. 

Und wir werden mit so großer Offenheit von Allen empfangen. Es ist wie nach Hause kommen. Abends dürfen wir noch das köstliche Essen von Agata und den Sonnenuntergang bei Mondschein geniessen. Seelig fallen wir voller wohliger Eindrücke in unsere Betten. 

♥️


Anreise Italien

Mittwoch, der 25.07.2018

Nun sind wir doch 4 Nächte in den Bergen geblieben, sparen uns Venedig für später auf und fahren direkt in die Toscana. Wir fahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war sehr sehr schön - vor Allem Pool, Natur, Berge und die vielen sehr netten offenen Menschen, denen wir begegnen durften. Es liegen ca. 5h Fahrt vor uns. 

Gleichzeitig freuen wir uns schon auf das wunderschöne Asvanara. Edwin und Ariane halten diesen wunderschönen freien und weiten Ort mit ihren liebevollen Herzen so offen, dass sich Jeder willkommen fühlt. In den nächsten Tagen reisen viele Herzensfreund(innen) an, es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen. Agata, die Köchin versorgt Alle mit himmlischen Essen und die Pferde versprühen mit ihren riesengroßen Herzen bedingungslose Liebe auf dem ganzen Gelände.



♥️

Dienstag, der 24.07.2018

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Marcus und Matheo möchten uns wohl einige davon zum Frühstück servieren. 07:25 geht es für die Beiden los hoch auf den Berg, wo sie von Hans und Stefan schon freudig mit den Paraglidern empfangen werden. 

Mein früher Vogel ist wenig begeistert von der frühen Weckzeit. 

Nun denn - los geht‘s ab in die Tiefe mit dem sicheren Gefühl, dass Hans und Stefan Alles im Griff haben und unten heil ankommen. Immerhin haben sie es bis zur Europaliga des Paraglidings gebracht. 😅 

Strahlend landen die Beiden auf der Wiese des Vertrauens beim Apfelhotel.... 😁😁

Den Rest des Tages chillen wir am Pool und gehen abends noch in einem Berggasthof essen. Hier können die Kinder auf dem Gelände Radfahren und auf dem  Spielplatz spielen. Wie herrlich entspannt 😌 
Montag, der 23.07.2018
Wir beschließen zwei weitere Nächte zu bleiben, weil es hier noch so viel zu entdecken gibt und wir uns sehr wohl fühlen. 

Nach einem weiteren Vormittag am Pool, bedingt durch einen notwendigen Platzwechsel, machen wir uns Mittags auf in die Berge. 


Dieser Tag geht in die Memoiren unserer Herzen    ♥️♥️♥️♥️♥️ ein. Hier ist unsere Welt in Ordnung, hier gehen unsere Herzen auf. Wir fühlen uns total mit der Natur, untereinander und mit  Allem verbunden. Die Kinder betonen vermehrt, dass ihre Herzen in den Bergen so groß werden bis zum Mond und zurück und sie sich unendlich frei fühlen. Sie sagen, dass  das  der allerschönste Tag war und  dass  sie ihn nie vergessen werden. 

📝 Wir vermerken: Almhütte mit Bachlauf, Pferden, Hunden, Alpakas, Kanninchen und Pool 😉

♥️


Sonntag, der 22.07.2018

Endlich finden wir als Familie wieder unseren gemeinsamen Rhythmus. Den ganzen Vormittag liegen wir am Pool, während die Kinder vergnügt im Wasser toben und ihre Urlaubsbekanntschaften genießen. Puh, Chillout Paradise für uns Eltern. Romy nimmt sich ihren wohl verdienten Mittagsschlaf auf der Liege... und wir Eltern genießen die Auszeit 😎

Meran: Abkühlung in der Passer beim Nachmittagsausflug nach Deluxe 5***** Eis bei „Sabine“. Sehr empfehlenswert 👍🏻
Zum goldenen Abschluss gab es noch die wohl beste Pizza der Stadt im Gasthof Pizzeria Tanner mit wunderbarem Ausblick, sehr freundlichem Service und nettem Biergarten. Sehr sehr delikat. Hier sollte man  besser einen Tisch vorbestellen. Wir hatten sehr viel Glück noch einen Tisch zu Fünft zu bekommen.

♥️
Klar ist bis jetzt nur.... auf in Richtung Süden. Wir haben eine Woche Zeit, um in der Toscana anzukommen. Also geben wir mal „Asvanara“ ins Navi ein. 

Entlang der Route wohnen zwei meiner geliebten Cousinen mit Kindern, Tante und Onkel in Kitzingen. Kurzer Hand rufen wir sie an, ob sie abends spontan Lust auf ein Zusammenkommen haben. Und jaaaaaaa - was für ein Glück. Alle haben Zeitund Lust.

Jipiiiiii! Die Freude ist groß, denn wir haben unsere gemeinsamen Wohnmobilurlaube als Kinder sehr geliebt. Bei Ihnen können wir auf einer angrenzenden Wiese über Nacht stehen. 

Und schon wieder sind wir paradiesisch umsorgt. Der Tisch biegt sich voller liebevoll zubereiteter Salate, Antipasti, Grillgut und Getränken. 

Wie unglaublich wertvoll es ist, so liebevoll empfangen zu werden. Wir sind voller Dankbarkeit und unsere Herzen strahlen. Seelig schlafen wir in unseren gemütlichen Wohnwagenkojen ein. 

♥️



Samstag, der 21.07.2018

Im strömenden Regen packen wir unsere sieben Sachen zusammen und fahren weiter gen Süden. Wir wollen bei dem Regenwetter soweit südlich fahren wie möglich, um dort ein paar Nächte an einem Ort zu bleiben, um etwas Ruhe einkehren zu lassen. Die ganze Aufregung der letzten Tage zeigt sich noch deutlich in unseren Gemütern. Also fahren wir auf‘s grade Wohl los... Interwegs entscheiden wir bis nach Meran zu fahren und erreichen bei immernoch strömendem Regen einen familiären Campingplatz mit Pool. Es ist spürbar, dass die Kinder nach 9 Stunden Autofahrt Bewegung brauchen...

♥️


Freitag, der 20.07.2018
 
Morgens fahren wir gleich früh von Kitzingen aus zu zum Campingplatz „zur Mühle“ in unmittelbarer Nähe zum Playmobil Funpark. Dort bekommen wir noch einen Stellplatz auf der Zeltwiese, was sich als glücklicher Zustand erweist, da die Stellplätze unterirdisch eng aneinander gepfercht sind. Die Gastronomie hingegen ist sehr nett, fränkisch in einem Innenhof gelegen. Die Sanitäranlagen ok. 

Wir satteln unsere Fahrräder und freuen uns schon auf das Playmobilland. Bei großer Hitze freuen wir uns Alle uns in den zahlreichen Wasserstellen abzukühlen. 

Unsere Stimmung ist dezent gereizt. Die vielen Menschen und die Hitze setzen uns ordentlich zu. Nach der paradiesischen Zeit zu zweit in der Ruhe auf Korfu müssen wir uns erstmal wieder an das Familienleben gewöhnen. als Familie in unserem neuen Leben finden. Das kostet Kraft und Nerven. Über unsere geliebte Musik von Deva und Miten schwingen wir uns wieder in eine liebevolle und friedliche Stimmung. Es fängt an zu regnen. Das Prasseln des Regens auf dem Dach begleitet uns sehr schnell in einen tiefen Schlaf.

♥️


Donnerstag, der 19.7.2018


Endlich geht es los. Die letzten Erledigungen sind gemacht, der Wohnwagen füllt sich und die Kinder sind unendlich geduldig. 


Wir wundern uns etwas, dass es noch freie Fächer in Wohnwagen und Auto gibt. Hmmm... haben wir an Alles gedacht? Eine kleine Unsicherheit kommt auf, ob wir wirklich mit so wenigen Dingen das ganze Jahr auskommen...  Außerdem sind wir weit entfernt von unseren „Internetnachbarn“, die mit noch viiiiiel leichterem Gepäck reisen. 


Aber ja.... wir sind uns einig.... wir haben Alles an Bord. Das „leichte Gepäck“ ist im Wohnwagen, das Schwere im Auto, damit wir unseren Lengi nicht über Gebühr beladen. 


Wir können es kaum fassen, nun geht unsere Reise tatsächlich los...

Wir spüren nochmal kurz in uns... da ist ein Gefühl, was schwer greifbar ist... aber erstmal fühlt es sich so an, als würden wir in Urlaub fahren...